Wohnen
Mieten in Wien steigen langsamer – aber sie steigen
Erstmals seit drei Jahren bleibt der Anstieg unter vier Prozent. Für Neuverträge sieht die Rechnung trotzdem anders aus als für Altmieter.
Das Wichtigste in Kürze
- Wiener Mieten stiegen im Jahresvergleich um 3,2 Prozent.
- Bei Neuverträgen liegt das Plus mit 6,1 Prozent fast doppelt so hoch.
- Die Richtwerte werden im April erneut angepasst.
Wer in Wien schon länger in derselben Wohnung lebt, hat es zuletzt milder erwischt als in den Jahren davor: 3,2 Prozent beträgt das Plus im Jahresvergleich. Das ist der niedrigste Wert seit drei Jahren.
Der Blick auf Neuverträge ergibt ein anderes Bild. Wer heuer neu einzieht, zahlt im Schnitt 6,1 Prozent mehr als jemand, der vor zwölf Monaten denselben Vertrag unterschrieben hätte.
3,2 %
beträgt der durchschnittliche Mietanstieg in Wien im Jahresvergleich.
Warum Alt- und Neumieter so unterschiedlich betroffen sind
Der Grund liegt im Mietrecht. Altverträge in Richtwertwohnungen folgen einer festgelegten Anpassung, Neuvermietungen richten sich weitgehend nach dem, was der Markt hergibt. Je knapper das Angebot, desto größer die Schere.
- Richtwertmieten: Anpassung im April, gekoppelt an die Inflation.
- Kategoriemieten: Anpassung bei Überschreiten einer Schwelle.
- Freie Vermietung: keine gesetzliche Obergrenze, nur das Wucherverbot.