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Nach der Nachtsitzung

Nationalrat beschließt Budget – die drei Punkte, die Sie betreffen

Nach elf Stunden Debatte steht das Budget für das kommende Jahr. Was sich für Haushalte, Pendler und Betriebe ändert – und wo die Rechnung noch offen ist.

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Katharina Brandner

Sonntag, 9. August 2026, 14:48 Uhr · 2 Min. Lesezeit

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Das Wichtigste in Kürze

  • Das Budget wurde nach elf Stunden Debatte mit knapper Mehrheit beschlossen.
  • Für Haushalte gibt es eine gestaffelte Pendlerhilfe ab Jänner.
  • Die Gegenfinanzierung steht erst zum Teil – 900 Millionen sind noch offen.

Es war kurz nach zwei Uhr früh, als die Abstimmung im Nationalrat zu Ende ging. Das Budget für das kommende Jahr ist beschlossen – mit einer Mehrheit von neun Stimmen und nach einer Debatte, die den ganzen Tag gedauert hat.

Für die meisten Menschen im Land sind drei Punkte entscheidend. Der erste betrifft alle, die täglich pendeln: Die Pendlerhilfe wird ab Jänner nach Entfernung gestaffelt, wer weiter als 40 Kilometer fährt, bekommt spürbar mehr. Der zweite betrifft die Pflege, wo zusätzliche Mittel in die Ausbildung fließen sollen.

Woher das Geld kommen soll

Der dritte Punkt ist der umstrittenste. Betriebe ab 50 Beschäftigten zahlen künftig einen höheren Beitrag zur Sozialversicherung. Die Wirtschaftskammer spricht von einer Belastung zur Unzeit, die Gewerkschaft von einem längst fälligen Schritt.

900 Mio. €

fehlen im Budget noch an gesicherter Gegenfinanzierung.

Quelle: Budgetdienst des Parlaments

Der Budgetdienst des Parlaments hatte schon vergangene Woche darauf hingewiesen, dass ein Teil der Einnahmen auf Annahmen beruht, die vom Wirtschaftswachstum abhängen. Bleibt das Wachstum unter zwei Prozent, wird nachjustiert werden müssen.

Wir haben ein Budget beschlossen, das hält – wenn die Konjunktur mitspielt. Das ist die ehrliche Antwort.
Aus der Debatte im NationalratSitzung vom Vortag

Die wichtigsten Zahlen

Gesamtvolumen
124,6 Mrd. €
Neuverschuldung
2,4 % des BIP
Mehr für Pflege
+310 Mio. €
Beschlossen mit
96 zu 87 Stimmen

Was als Nächstes passiert

Der Bundesrat befasst sich in zwei Wochen mit dem Beschluss, ein Einspruch gilt als unwahrscheinlich. Die Pendlerhilfe soll mit 1. Jänner wirksam werden, die höheren Sozialbeiträge greifen ein Quartal später.

Quellen

  • Parlamentskorrespondenz, Sitzungsprotokoll
  • Budgetdienst des Parlaments, Analyse

Über Katharina

Katharina Brandner · Redakteurin Innenpolitik

Beobachtet seit acht Jahren das Parlament und erklärt, was hinter den Beschlüssen steckt.

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